Erlebnisse, die Freude machen
Die Villa Knolle Bolle unternimmt mit ihren jungen Bewohnerinnen regelmäßig Ausflüge und Unternehmungen. Dazu gehören zum Beispiel Spiele in der freien Natur, Fahrradtouren oder Schnitzeljagden. Für die Kinder geht es bei diesen Unternehmungen vordergründig darum, Spaß zu haben und aus sich herauszukommen. Hinter den gemeinsamen Erlebnissen steckt jedoch auch das pädagogische Ziel, den Kindern ein soziales Lernen zu ermöglichen. Im Rahmen von Geländespielen und gemeinsamen Aktivitäten lernen die Kinder, wo ihre Stärken liegen und wie gesellschaftliche Gruppengefüge funktionieren. Die erlebnispädagogischen Elemente stellen außerdem oft eine Basis für Freundschaften dar, die für die Kinder in der Villa Knolle Bolle sehr wichtig sind.
Durch Kunst und Musik Zugang zu sich selbst finden
Viele Mädchen, die in der Villa Knolle Bolle Schutz suchen, haben Unaussprechliches erlebt. Die eigenen Gefühle in Worte zu fassen, ist oft kaum bis gar nicht möglich. Hier können jedoch Kunst und Musik einen wertvollen Zugang liefern. Durch Malen oder Musizieren lassen sich manchmal innere Prozesse zum Ausdruck bringen, die sich durch bloße Wörter nicht zusammenfassen. Kreativität kann sehr befreiend sein, insbesondere dann, wenn sie wie in der Villa Knolle Bolle in geschütztem Rahmen stattfindet. Wichtig ist hier, dass die kunst- und musiktherapeutischen Angebote ohne Leistungscharakter erfolgen. Es geht also nicht darum, ein Instrument perfekt zu beherrschen oder der nächste Picasso zu werden, sondern einfach darum, künstlerisch herauszulassen, was die Seele belastet.
Tiere sind die besseren Menschen
Vielen Kindern fällt es trotz der sicheren Umgebung der Villa Knolle Bolle schwer, Vertrauen zu erwachsenen Bezugspersonen zu fassen und sich zu öffnen. Hier können oft die vierbeinigen, felligen Mitbewohner der Heimgruppe weiterhelfen. Die Villa Knolle Bolle beherbergt Pferde, Ziegen, Katzen und Kleintiere, die nur darauf warten, von den neuen Bewohnerinnen umsorgt und geliebt zu werden. Besonders beliebt ist hier die therapeutische Arbeit mit Pferden. Reittherapeutische Angebote wirken sich nicht nur positiv auf die Körperwahrnehmung, Koordination und Motorik der Kinder aus, sondern helfen auch dabei, Ängste und Aggressionen abzubauen und das Vertrauen zu stärken. Der Umgang mit Pferden fördert das Entstehen von Vertrauen und gesunden Bindungen, da Tiere den Menschen grundsätzlich unvoreingenommen und unverfälscht gegenübertreten. Darüber hinaus erfahren die Kinder durch das Versorgen der Tiere, was es heißt, gebraucht zu werden und für ein anderes Lebewesen verantwortlich zu sein.